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3-MCPD-Ester

Bestimmung von 3-MCPD-Estern in Lebensmitteln mittels GC/MS

Abb.1: 1-Oleyl-2-Stearyl-3-chlorpropandiol (3-MCPD-Ester)

3-MCPD (3-Monochlorpropandiol) gehört zur chemischen Gruppe der sogenannten Chlorpropanole. Diese werden als Nebenprodukte bei der Verarbeitung von Lebensmitteln aus natürlichen Inhaltsstoffen gebildet („food borne toxicant“). Die Leitsubstanz 3-MCPD entsteht, wenn fett- und salzhaltige Lebensmittel hohen Temperaturen ausgesetzt sind.

Vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wurde 3-MCPD 2002 als eine unter toxikologischen Gesichtspunkten bedenkliche Substanz eingestuft. In der Verordnung (EG) 466/2001 (Kontaminanten-Höchstmengen VO) wurde bisher ein Höchstwert von 20 µg/kg für Sojasauce und Proteinhydrolysate (Hydrolysed vegetable protein, HVP) festgelegt. Für 3-MCPD-Ester sind z.Z. keine Höchstmengen für Lebensmittel festgelegt.

Prinzip der Analytik

Zur Analyse von 3-MCPD-Estern wird zunächst das Fett der Probe extrahiert. Anschließend werden die darin enthaltenen 3-MCPD-Ester verseift und das 3-MCPD freigesetzt. Durch Derivatisierung mit Phenylboronsäure erhält man ein leichter flüchtiges Reaktionsprodukt das mit Hexan extrahiert und mittels GC/MS quantifiziert wird. Die Quantifizierung erfolgt nach der Methode des Internen Standard, dazu wird isotopenmarkiertes 3-MCPD-d5 vor der Extraktion zugesetzt.

Abb.2: Chromatogramm eines Standards 20 mg/kg, SIM Spuren des 3-MCPD (links, m/z 196/147/146)
und des Internen Standards 3-MCPD-d5 (rechts, m/z 201)

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