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Nachweis von gentechnisch veränderten Pollen in Honig

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 6. September 2011 ein Urteil zum Thema Pollen aus genetisch veränderten Pflanzen gefällt (C-442/09). In diesem Urteil hat der EuGH Pollen im Honig lebensmittelrechtlich als Zutat eingestuft. Demzufolge sind Produkte wie Honige, die Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen beinhalten, gleichwohl im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 als Lebensmittel anzusehen, die Zutaten enthalten, die aus GVO hergestellt worden sind. Auf Honige, die Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten, sind somit die Zulassungs- und Kennzeichnungspflichten der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 anzuwenden.

Insbesondere in Importhonigen aus Ländern mit großen Anbauflächen an gentechnisch veränderten Pflanzen (wie z. B Kanada oder Nord- und Südamerika) können gentechnisch veränderte Pollen enthalten sein. Gentechnisch veränderte Pollen sind über die enthaltene Erbsubstanz in Honigen nachweisbar.

Wir bieten Ihnen schnell und zuverlässig den Nachweis von gentechnisch veränderten Pollen in Honig an. Dabei können Sie zwischen zwei Programmen wählen:

  • das kostengünstigere Kurzprogramm, mit dem ca. 95% der gängigen gentechnisch veränderten Pflanzen erfasst werden, darunter beispielsweise auch die Genmaissorte MON 810, deren Nachweis in einem Honig Auslöser bei der Entscheidung des EuGH war.
  • das größere GVO-Screening, das noch weitere 2-3% der GVO-Events, d.h. in etwa 98% der GVOs erfasst. 

Im Falle eines positiven Befundes sind die Spezifizierung des GVO und ggf. auch die Quantifizierung durchzuführen.

Die Problematik des Nachweises gentechnisch veränderter Pollen in honighaltigen Produkten

Bei dem Nachweis gentechnisch veränderter Pollen in honighaltigen Produkten ist zu berücksichtigen, dass häufig nur eine sehr geringe Menge an DNA aus den Pollen für den Nachweis zur Verfügung steht. So beträgt die Menge an Pollen in Honig nur ca. 0,1 bis 0,5%. Sind Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen enthalten, ist ihr Anteil an den enthaltenen Pollen im Allgemeinen wiederum nur gering. Desweiteren ist bei der DNA-Extraktion aus Pollen die Ausbeute vergleichsweise niedrig.

In zusammengesetzten Lebensmitteln, die neben Honig noch DNA-reiche Zutaten wie Getreidemehle enthalten, erhält man zudem bei der DNA-Extraktion überwiegend DNA-Material der weiteren Bestandteile.
Der Nachweis von DNA aus gentechnisch veränderten Pollen in einem zusammengesetzten Lebensmittel ist daher nicht immer möglich. Desweiteren ist zu berücksichtigen, dass im Falle eines positiven Befundes nicht bestimmt werden kann, ob die genetische Veränderung aus dem Pollen des Honigs oder aus anderen Zutaten stammt.

Für Rückfragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne zur Verfügung!

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